Mixing Übersicht

Was tun wenn man ein Projekt mit vielen Spuren vor sich hat, welche alle bearbeitet werden müssen und dann stehen noch viele Plug-Ins zur Verfügung.

In diesen Prozess möchte ich gern etwas Struktur rein bringen!

Wichtig zu verstehen ist, dass Plugins welche im Mixing verwendet werden auch in der Musikproduktion eingesetzt werden können. Ein sehr bekanntes ist Sidechain in der elektronischen Musik als Grooveeffekt oder Compression als Klangverfälschung.

 

Mixing kann man in 4 Dimensionen aufbrechen:

1.) Leveling

2.) Frequencies

3.) Panning & width

4.) Room & depth

 

Mixing von elektronischer Musik:

Fangen Sie bei Mixing am besten mit den Beat-Sounds an, da sie meist die prominentesten Elemente eines Tracks sind. Platziere die Bassdrum in der Mitte des Mixes. Da das menschliche Ohr bei tiefen Frequenzen keine Richtung orten kann und tiefe Frequenzen sehr viel Energie besitzen, ist es gut, wenn man Sie an einem Punkt bündelt. Wähle eine mittlere Lautstärke von -10 bis -6 dB. Ordne nun die anderen Drum-Klänge um die Bassdrum an. Gleiche die Lautstärken an und verteile die Sounds ein wenig im Stereofeld, so dass das Klangbild offener klingt. Achte darauf, dass  du nicht zu extreme Panning-Einstellungen wählst. Viele Club-Anlagen sind Mono geschaltet. Dadurch könnte es dort passieren das bestimmte Elemente bei zu extremen Panorama-Werten ganz verschwinden. Wenn der Beat zufrieden stellend angeordnet ist, mischen wir den Bass dazu. Auch hier empfiehlt es sich den Bass als Mono-Spur zu verwenden.

Im Anschluss kommen die Flächen- und Leadsounds hinzu, deren Lautstärke nach Belieben gewählt werden kann. Du solltest diese Klänge ein wenig im Stereofeld verteilen, so dass sich nicht alle Klänge in der Mitte des Mixes drängen. Möchten Du, dass einige Sounds so klingen, als ob sie von weiter weg kommen, empfiehlt sich der Einsatz eines Reverbs. Damit kann der Eindruck von Tiefe erzeugt werden. Nehmen nun für jede einzelne Spur einen EQ und schneiden die Frequenzen weg, die der Klang nicht benötigt, und passe zwei Klänge, die einen ähnlichen Frequenzbereich besitzen, mit Hilfe eines EQs so an, dass sich die Frequenzen nicht so stark überlappen.  

Um den einzelnen Klänge zu etwas mehr Druck und Durchsetzungsvermögen zu verhelfen, empfiehlt sich der Einsatz von Kompressoren auf den jeweiligen Spuren. Auf einen Kompressor oder sogar einen Limiter im Masterkanal sollte hingegen verzichtet werden. Das Gesamtsignal in seiner Dynamik zu bearbeiten, ist Aufgabe des Masterings. Hier können bei falschem Einsatz Fehler gemacht werden, die sich später nur schwer bis gar nicht mehr beheben lassen. Wenn du mit dem Klang deines Tracks zufrieden bist, kannst du diesen als Audiofile rendern. Wenn du den Track später zu einem Mastering schicken möchtest, empfiehlt es sich, etwas Luft zwischen dem Maximalpegel und 0 dB zu lassen. Dieser freie Raum in der Lautstärke – auch Headroom genannt - ermöglicht es dem Mastering-Techniker, die Dynamik und die letzten EQ-Einstellungen noch sinnvoll vornehmen zu können. Als Headroom empfehlen sich -3dB bis -6 dB bei 24 Bit.